Elmar Storch - Auszug des Seins

Zitate - K -

 

Erich Kästner, deut. Schriftsteller (1899 - 1974)

  • Dass wir wieder werden wie Kinder, ist eine unerfüllbare Forderung.
    Aber wir können zu verhüten versuchen, dass die Kinder werden wie wir.
  • Man kann sich auch an offenen Türen den Kopf einrennen.
  • Menschen wirken wie verwandelt, wenn man sie als Mensch behandelt.
  • Erst bei den Enkeln ist man schließlich so weit,
    dass man die Kinder ungefähr verstehen kann.
  • Manche Menschen benutzen ihre Intelligenz zu Komplizieren, manche zum Vereinfachen.
  • "Wird's besser? Wird's schlimmer?" Fragt man alljährlich.
    Seien wir ehrlich: Leben ist immer lebensgefährlich.

Franz Kafka, tschech. Schriftsteller (1883 - 1924)

  • Die Liebe ist so unproblematisch wie ein Fahrzeug.
    Problematisch sind nur die Lenker, die Fahrgäste und die Straße.
  • Dichtung ist immer nur eine Expedition nach der Wahrheit.
  • Menschen werden schlecht und schuldig, weil sie reden und handeln, ohne die Folgen ihrer Worte und Taten vorauszusehen.

Immanuel Kant, deut. Philosoph (1724 - 1804)

  • Eine Idee ist nichts anderes als der Begriff von einer Vollkommenheit,
    die sich in der Erfahrung noch nicht vorfindet.
  • Gewissenlosigkeit ist nicht Mangel des Gewissens, sondern der Hang, sich an dessen Urteil nicht zu kehren.
  • Nicht sehen, entfernt uns von den Dingen - nicht hören, von den Menschen.
  • Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt, der ist nicht tot, der ist nur fern.
    Tot ist nur, wer vergessen wird.
  • Schön ist dasjenige, was ohne Interesse gefällt.

Garry Kasparow, russ. Schachgroßmeister (geb. 1963)

  • Intelligenz lässt sich nicht am Weg, sondern nur am Ergebnis feststellen.

Hans Kasper, deut. Lyriker (1916 - 1990)

  • Lautsprecher verstärken die Stimme, aber nicht die Argumente.

Danny Kaye, amerik. Schauspieler (1913 - 1987)

  • Auch der Dumme hat manchmal einen gescheiten Gedanken. Er merkt es nur nicht.
  • Man soll nur schöne Frauen heiraten.
    Sonst hat man keine Aussicht, sie wieder los zu werden.
  • Sicher verdanken einige Millionäre ihren Erfolg ihren Frauen.
    Aber die meisten verdanken ihre Frauen dem Erfolg.
  • Die Frauen geben mehr Geld aus als der Mann verdient, damit die Leute glauben, dass er mehr verdient als die Frau ausgibt.
  • Es gehört zu den Merkwürdigkeiten des Lebens, dass man mit einem heissen Eisen in der Hand am schnellsten kalte Füsse bekommt.
Edward Kennedy, amerik. Politiker (1932 - 2009)
  • Wenn man nicht verlieren kann, verdient man auch nicht zu gewinnen.

John Fitzgerald Kennedy, amerik. Politiker (1917 - 1963)

  • Wir können nicht mit jenen verhandeln, die sagen: was mein ist, ist mein; und was dein ist, ist Verhandlungssache.
  • Die Menschheit muß dem Krieg ein Ende setzen, oder der Krieg setzt der Menschheit ein Ende.

Hans-Hermann Kersten, deut. Aphoristiker (1928 - 1986)

  • Mann: ein Mensch, dem Gott einen Knüppel zwischen die Beine geworfen hat.

Charles Kettering, Entwicklungschef von General Motors (1876 - 1958)

  • In einer Fünftelsekunde kannst du eine Botschaft rund um die Welt senden.
    Aber es kann Jahre dauern, bis sie von der Außenseite eines Menschenschädels nach innen dringt.

Hans Kilian, deut. Schriftsteller

  • Die Bildung eines Menschen zeigt sich am deutlichsten in seinem Verhalten gegenüber Ungebildeten.

Martin Luther King, amerik. Friedensnobelpreisträger (1929 - 1968)

  • Vergebung ist keine einmalige Sache, Vergebung ist ein Lebensstil.
  • Der alte Grundsatz "Auge um Auge" macht schließlich alle blind.
  • Wir müssen lernen, entweder als Brüder miteinander zu leben oder als Narren unterzugehen.
  • Wir haben gelernt, wie Vögel fliegen, wie Fische schwimmen.
    Doch wir haben die einfache Kunst verlernt, wie Brüder zu leben.
  • Ein Mensch, der für nichts zu sterben gewillt ist, verdient nicht zu leben.
  • Die Lüge ist wie ein Schneeball: Je länger man sie fortwälzt, je größer wird sie.
  • Kein Problem wird gelöst, wenn wir darauf warten, dass sich andere drum kümmern.

Hildegard Knef, deut. Schauspielerin (1925 - 2002)

  • Brüllt ein Mann, ist er dynamisch, brüllt eine Frau, ist sie hysterisch.

Ephraim Kishon, ungar. Satiriker (1924 - 2005)

  • Tradition ist die Methode, die verhindern will, dass Kinder ihre Eltern übertreffen.

Adolph Freiherr Knigge, deut. Schriftsteller (1752 - 1796)

  • Man sollte nie vergessen, dass die Gesellschaft lieber unterhalten als unterrichtet werden sein will.
  • Achte dich selbst, wenn du willst, dass andere dich achten sollen!
  • Man muss den Menschen vor allem nach seinen Lastern beurteilen.
    Tugenden können vorgetäuscht sein, Laster sind echt.

Philip Knight, amerik. Unternehmer und Gründer von Nike (geb. 1938)

  • Eine der wichtigsten Tugenden im gesellschaftlichen Leben, die täglich seltener wird,
    ist die Verschwiegenheit.
  • Wenn wir keine Fehler machen, heißt das, dass wir nicht genug neue Dinge ausprobieren.

Gustav Knuth, deut. Schauspieler (1901 - 1987)

  • Wenn die Pflicht ruft, gibt es viele Schwerhörige.
  • Der Unterschied zwischen Glück und Vergnügen besteht darin,
    dass man sich das Vergnügen selbst wählen kann.
  • Morgen nennt man den Tag, an dem die meisten Fastenkuren beginnen.
  • Weltverbesserer sind Leute, die sofort das ganze Haus einreissen,
    wenn eine Tür quietscht.

Gerhard Kocher, schweiz. Politologe (geb. 1939)

  • Lieber von den Richtigen kritisiert als von den Falschen gelobt werden.
  • Finden Sie es anständig gegenüber den Erben, älter als 80 zu werden?

Konfuzius, chin. Philosoph (551 v.Chr - 479 v.Chr)

  • Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel.
  • Das Wasser haftet nicht an den Bergen, die Rache nicht an einem grossen Herzen.
  • Wer fragt, ist ein Narr für eine Minute.
    Wer nicht fragt, ist ein Narr sein Leben lang.
  • Was du mir sagst, das vergesse ich.
    Was du mir zeigst, daran erinnere ich mich.
    Was du mich tun lässt, das verstehe ich.
  • Fordere viel von dir selbst und erwarte wenig von den anderen.
    So wird dir Ärger erspart bleiben.
  • Wer unsere Träume stiehlt, gibt uns den Tod.
  • Der Weg ist das Ziel.
  • Beobachte, wie er handelt, betrachte seine Motive und untersuche, worin er seine Ruhe findet.
    Wie könnte ein Mensch dir dann noch etwas verbergen?
  • Die Erfahrung ist wie eine Laterne im Rücken;
    sie beleuchtet stets nur das Stück Weg, das wir bereits hinter uns haben.
  • Echtes Wissen ist die Kenntnis des eigenen Unwissens.
  • Ist man in kleinen Dingen nicht geduldig, bringt man die großen Vorhaben zum Scheitern.
  • Wenn über das Grundsätzliche keine Einigkeit besteht, ist es sinnlos, miteinander Pläne zu machen.
  • Musik erzeugt einen Genuss, ohne den die menschliche Natur nicht leben kann.
  • Der Edle verlangt alles von sich selbst, der Primitive stellt nur Forderungen an andere.

Oskar Kokoschka, öster. Maler und Schriftsteller (1886 - 1980)

  • Die Wahrheit ist wie ein Bauernmädchen. Am schönsten ist sie ungeschminkt.

Korsisches Sprichwort

  • Der Mann ohne Frau ist ein Baum ohne Laub und Zweige.

André Kostolany, ungar. Spekulant (1906 - 1999)

  • Einer Straßenbahn und einer Aktie darf man nie nachlaufen.
    Nur Geduld: Die nächste kommt mit Sicherheit.
  • Börsenerfolg ist eine Kunst und keine Wissenschaft.
  • Was schon jeder weiß, macht mich nicht heiß.
  • Ich will unabhängig sein. Und das beste Mittel für Unabhängigkeit ist Geld.
  • Die ganze Börse hängt nur davon ab, ob es mehr Aktien gibt als Idioten - oder umgekehrt.
  • Kaufen Sie Aktien, nehmen Sie Schlaftabletten und schauen Sie die Papiere nicht mehr an.
    Nach vielen Jahren werden Sie sehen: Sie sind reich.
  • Wer viel Geld hat, kann spekulieren;
    wer wenig Geld hat, darf nicht spekulieren;
    wer kein Geld hat, muß spekulieren.
  • Wenn alle Spieler auf eine angeblich todsichere Sache spekulieren, geht es fast immer schief.
  • An der Börse sind 2 mal 2 niemals 4, sondern 5 minus 1.
    Man muß nur die Nerven haben, das minus 1 auszuhalten.

Hans Krailsheimer, deut. Schriftsteller (1888 - 1958)

  • Allein sein müssen, ist das Schwerste, allein sein können das Schönste.
  • Das Gefährliche an Halbwahrheiten ist, dass immer die falsche Hälfte geglaubt wird.
  • Talente finden Lösungen, Genies entdecken Probleme.
  • Ewige Liebe: die Ewigkeit in ihrer vergänglichsten Form.

Karl Kraus, öster. Schriftsteller (1874 - 1936)

  • Im Umgang mit der Sprache steht der Schriftsteller vor der Aufgabe, eine allgemeine Dirne zu einer Jungfrau zu machen.
  • Eine der verbreitetsten Krankheit ist die Diagnose.

Ron Kritzfeld (geb. 1921)

  • Soldaten: Männer, die offene Rechnungen der Politiker mit ihrem Leben bezahlen.
  • Die Atombombe ist eine Waffe, die Heldentum überflüssig macht.
  • Liebe: ein Spiel, bei dem man dann ganz verloren ist, wenn man seinen Partner besiegt.
  • Liebe auf den ersten Blick: Augenaufschlag, der schon manchen teuer zu stehen kam.
  • Man ist jung, wenn man glaubt, arbeiten zu müssen;
    man ist reif, wenn man hofft, arbeiten zu dürfen, und man ist alt, wenn man dankbar dafür wird, noch arbeiten zu können.
  • Atheisten sind Leute, die einen Glauben, den sie nicht haben, glühend verteidigen.

Gudrun Kropp, deut. Schriftsteller (geb. 1955)

  • Wir haben gar keinen Grund aufeinander eifersüchtig zu sein, denn jeder von uns ist ein Original.

Irv Kupcinet, amerik. Kollumnist (1912 - 2003)

  • Was kann man schon über eine Kultur sagen, die glaubt, Gott sei tot und Elvis lebt?

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