Elmar Storch - Auszug des Seins

Zitate - B-

 

Ingeborg Bachmann, österr. Schriftstellerin (1926 - 1973)

  • Die Geschichte lehrt dauernd, aber sie findet keine Schüler.

Francis Bacon, engl. Philosoph (1561 - 1626)

  • Die Wahrheit ist eine Braut ohne Aussteuer.
  • Wer neue Heilmittel scheut, muß alte Übel dulden.
  • Frauen sind die Geliebten der Männer in der Jugend, die Gefährtinnen auf der Höhe des Lebens, die Pflegerinnen im Alter.
  • Wer neue Heilmittel scheut, muß alte Übel duldenHoffnung ist ein gutes Frühstück, aber ein schlechtes Abendbrot.
  • Lesen macht vielseitig, Verhandeln geistesgegenwärtig und Schreiben genau.
  • Klug fragen können, ist die halbe Weisheit.
  • Bücher sind Schiffe, welche die weiten Meere der Zeit durcheilen.
  • Tugend ist wie ein kostbarer Stein - am besten in einfacher Fassung.
  • Wer gut wirtschaften will, sollte nur die Hälfte seiner Einnahmen ausgeben,
    wenn er reich werden will, sogar nur ein Drittel.
  • Hoffnung ist ein gutes Frühstück, aber ein schlechtes Abendbrot.

Lil Bagover, deut. Schauspielerin (1887 - 1980)

  • Für eine Frau ist Schönheit unbedingt wichtiger als Intelligenz,
    denn für Männer ist Sehen leichter als Denken.

Josephine Baker, franz. Tänzerin (1906 - 1975)

  • Unsere Träume können wir erst dann verwirklichen, wenn wir uns entschließen, einmal daraus zu erwachen.

Honoré de Balzac, franz. Schriftsteller (1799 - 1850)

  • Wer liebt, zweifelt an nichts oder an allem.
  • Es ist leichter, Liebhaber als Ehemann zu sein, weil es schwerer ist, alle Tage Geist zu haben, als von Zeit zu Zeit eine hübsche Bemerkung zu machen.
  • Die Erinnerungen verschönern das Leben, aber das Vergessen allein macht es erträglich.
  • Es ist ebenso absurd zu behaupten, ein Mann könne nicht ständig dieselbe Frau lieben, wie zu behaupten, ein Geiger brauche mehrere Geigen, um ein Musikstück zu spielen.
  • Liebe mag für primitive Naturen ein körperliches Bedürfnis darstellen.
    Geistigen Menschen bedeutet sie das fesselndste Erlebnis der ganzen Schöpfung

Peter Bamm, deut. Schriftsteller (1897 - 1975)

  • Einem Kameraden hilft man. Einem Kollegen mißtraut man. Mit einem Freunde ist man albern.
  • Ein Wunsch kann durch nichts mehr verlieren als dadurch, dass er in Erfüllung geht.
  • Früher rasierte man sich, wenn man Beethoven hören wollte,
    jetzt hört man Beethoven, wenn man sich rasieren will.

Herman Bang, dän. Schriftsteller (1857 - 1912)

  • Der Schmerz, der uns zugefügt wird, ist nicht die schwerste Last des Lebens.
    Viel schwerer legt sich eines Tages auf unsre Schultern der Schmerz, den wir den anderen zugefügt haben.

Boleslaw Barlog, deut. Regisseur (1906 - 1999)

  • Bildschöne Frauen sind selten charmant, weil sie es nicht nötig haben, charmant zu sein.

Charles Baudelaire, franz. Dichter (1821 - 1867)

  • Die schönste List des Teufels ist es, uns zu überzeugen, dass es ihn nicht gibt.

Jürgen Becker, deut. Schriftsteller (geb. 1932)

  • Wenn einem das Wasser bis zum Hals steht,
    sollte man den Kopf nicht hängen lassen.

Ludwig van Beethoven, deut. Komponist (1770 - 1827)

  • Sich selbst darf man nicht für so göttlich halten, dass man seine eigenen Werke nicht gelegentlich verbessern könnte.
  • Wahre Kunst bleibt unvergänglich.

Gottfried Benn, deut. Arzt und Dichter (1886 - 1956)

  • Die Ehe ist eine Institution zur Lähmung des Geschlechtstriebs.

Senta Berger, deut. Schauspielerin (geb. 1941)

  • Wenn das Gewissen ein Rotlicht ist, dann bemühen sich die meisten,
    noch schnell bei Gelb über die Kreuzung zu kommen.
  • Flirt ist Training mit dem Unrichtigen für den Richtigen.

Cyrano de Bergerac, Versfigur

  • Der Pessimist ist jemand, der vorzeitig die Wahrheit erzählt.

Hector Berlioz, franz. Komponist (1803 - 1869)

  • Die Zeit ist ein großer Lehrmeister.
    Nur leider tötet sie all ihre Schüler.

Sarah Bernhardt, franz. Schauspielerin (1844 - 1923)

  • Hindernisse machen eine Liebe erst interessant.

Friedl Beutelrock, deut. Schriftstellerin (1889 - 1958)

  • Das Merkmal eines kleinen Menschen ist, dass er hochmütig wird, wenn er merkt, daß man ihn braucht.

Otto Julius Bierbaum, deut. Literat (1865 - 1910)

  • Worte sind das schlechteste Mittel, Schönheiten, die das Auge genossen hat, lebhaft wieder erstehen zu lassen.

Josh Billings, amerik. Humorist (1818 - 1885)

  • Erfahrung vermehrt unsere Weisheit, verringert aber nicht unsere Torheiten.
  • Viele Menschen halten ihre Phantasie für ihr Gedächtnis.
  • Liebe schaut durch ein Teleskop, Neid durch ein Mikroskop.

Otto von Bismark, deut. Reichskanzler (1815 - 1898)

  • Es wird niemals so viel gelogen wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd.
  • Wenn man sagt, daß man einer Sache grundsätzlich zustimmt,
    so bedeutet es, dass man nicht die geringste Absicht hat, sie in der Praxis durchzuführen.
  • Ein bißchen Freundschaft ist mir mehr wert als die Bewunderung der ganzen Welt.
  • Meine Gegner werfen mir vor, ich stelle die Segel nach dem Winde.
    Darin besteht ja gerade die Kunst des Segelns.
  • Gegen die Regierung mit allen Mitteln zu kämpfen,
    ist ja ein Grundrecht und Sport eines jeden Deutschen.
  • Je weniger die Leute davon wissen, wie Würste und Gesetze gemacht werden,
    desto besser schlafen sie.
  • Wer einen ebenbürtigen Gegner überlebt, wird entdecken, dass ihm etwas fehlt.
  • Das Vertrauen ist eine zarte Pflanze.
    Ist es einmal zerstört, so kommt es so bald nicht wieder.
  • Bei schlechten Beamten helfen selbst die besten Gesetze nichts.
  • Verfallen wir nicht in den Fehler, bei jedem Andersmeinenden entweder an seinem Verstand oder an seinem guten Willen zu zweifeln.
  • Wenn irgendwo zwischen zwei Mächten ein noch so harmlos aussehender Pakt geschlossen wird, muss man sich sofort fragen, wer hier umgebracht werden soll.
  • Die Freiheit ist ein Luxus, den sich nicht jedermann gestatten kann.

Alessandro Blasetti, ital. Regisseur (1900 - 1987)

  • Autobiographien sind Enthüllungen über das schlechte Gedächtnis ihrer Verfasser.

William Blake, engl. Maler (1757 - 1827)

  • Es ist leichter, einem Feind zu vergeben als einem Freund.

Oskar Blumenthal, deut. Kritiker (1852 - 1917)

  • Der Misserfolg hat einen Segen, der mir verklärt den trübsten Tag:
    Er macht uns beliebter bei den Kollegen, als ein Erfolg es je vermag.

Karlheinz Böhm, öster. Schauspieler (geb. 1928)

  • Ich kann die Welt nicht verändern, aber einen einzelnen Menschen, mich selber.

Heinrich Böll, deut. Schriftsteller (1917 - 1985)

  • Schweigen ist ein Argument, das kaum zu widerlegen ist.
  • Wie alt man geworden ist, sieht man an den Gesichtern derer, die man jung gekannt hat.

Ludwig Börne, deut. Schriftsteller (1786 - 1837)

  • In einem wankenden Schiff fällt um, wer stillesteht, nicht wer sich bewegt.
  • Humor ist keine Gabe des Geistes, er ist eine Gabe des Herzens.
  • Die Klugheit ist oft so lästig wie ein Nachtlicht im Schlafzimmer.

Humphrey Bogart, amerik. Schauspieler (1899 - 1957)

  • Kein kluger Mann widerspricht seiner Frau.
    Er wartet, bis sie es selbst tut.

Napoleon Bonaparte, franz. Kaiser (1769 - 1821)

  • Ruhm ist vergänglich.
    Aber Bedeutungslosigkeit ist ewig.
  • Sas sicherste Mittel, arm zu bleiben, ist, ein ehrlicher Mensch zu sein.
  • Ein Kopf ohne Gedächtnis ist eine Festung ohne Besatzung.
  • Ein wirklicher Mann hasst niemanden.
  • Geschichte ist die Lüge, auf die man sich geeinigt hat.
  • Du darfst nicht zu oft mit einem Feinde kämpfen,
    denn sonst lehrst Du ihn Seine gesamte Kriegskunst.
  • Eine Frau, ein Gewehr und einen Gaul darf man nicht ausleihen.
  • Es gibt Diebe, die nicht bestraft werden und einem doch das kostbarste stehlen: die Zeit.
  • Mut und Liebe haben eines gemeinsam: Beide werden von der Hoffnung genährt.
  • Nicht diejenigen sind zu fürchten, die anderer Meinung sind,
    sondern diejenigen, die anderer Meinung sind und zu feige, es zu sagen.

Dietrich Bonhoeffer, evang. Theologe (1906 - 1945)

  • Es gibt erfülltes Leben, trotz vieler unerfüllter Wünsche.
  • Den größten Fehler, den man im Leben machen kann, ist,
    immer Angst zu haben, einen Fehler zu machen.

Waldemar Bonsels, deut. Schriftsteller (1880 - 1952)

  • Es gibt keinen erkennbaren Weg vor uns, sondern nur hinter uns.
  • Der Mut hat keine Zuflucht, die Feigheit tausend.
  • Es ist besser, in einer Wüste wach zu sein, als in einem Paradies zu schlafen.

Jakob Boßhart, schweiz. Schriftsteller (1862 - 1924)

  • Menschen mit Phantasie langweilen sich nie.
  • Wäre der Tod nicht, es würde keiner das Leben schätzen.
    Man hätte vielleicht nicht einmal einen Namen dafür.

Gregor Brand, deut. Lyriker (geb. 1957)

  • Moralisten versuchen vergeblich, dem Feuer das Rauchen abzugewöhnen.

Willi Brandt, deut. Politiker (1913 - 1982)

  • Wo die Zivilcourage keine Heimat hat, reicht die Freiheit nicht weit.
  • Niederlagen stählen, aber eben nur, wenn es nicht zu viele werden.
  • Zu oft mit der Faust auf den Tisch zu schlagen, bekommt der Faust schlechter als dem Tisch.

Wernher von Braun, Raketenkonstrukteur (1912 - 1977)

  • Dieselben Naturkräfte, die uns ermöglichen, zu den Sternen zu fliegen, versetzen uns auch in die Lage, unseren Stern zu vernichten.

Bertolt Brecht, deut. Dramatiker (1898 - 1956)

  • Der Mensch ist erst wirklich tot, wenn niemand mehr an ihn denkt.
  • Krieg ist wie Liebe: Er findet immer einen Weg.
  • Ich sehe das Neue nahen, es ist das Alte.
  • Wenn die Wunde nicht mehr wehtut, schmerzt die Narbe.
  • Liebe ist der Wunsch, etwas zu geben, nicht zu erhalten.
  • Der Bankraub ist eine Initiative von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank.
  • Ich rate, lieber mehr zu können als man macht, als mehr zu machen als man kann.
  • So gut es ist, sich den guten Ratschlägen zu unterwerfen, so gefährlich ist es, sich den guten Ratgebern zu unterwerfen.

Willy Breinholst, dän. Schriftsteller (geb. 1918)

  • Nur ein Bumerang und ein apportierender Hund kommen zurück.
    Niemals aber vergangene Tage, verpasste Gelegenheiten oder eines Mädchens Tugend.
  • Alter bedeutet nichts für ein betagtes Ehepaar, solange sie sich lieben!
  • Glück ist wie ein kleiner, lebhafter Hund, der mit dem Schwanz wedelt.
    Glück kann aber auch sein, einen kleinen, traurigen Hund zu streicheln,
    so dass er anfängt, mit dem Schwanz zu wedeln!
  • Ein Junggeselle ist ein Mann, der jeden Morgen aus einer anderen Richtung pfeifend zur Arbeit kommt.

Ashley Brilliant, amerik. Schriftsteller (geb. 1933)

  • Ich fordere entweder weniger Korruption oder mehr Chancen, daran teilzuhaben.

Gerhard Bronner, österr. Komponist (1922 - 2007)

  • Fairness ist die Kunst, sich in den Haaren zu liegen, ohne die Frisur zu zerstören.

Jean de la Bruyère, franz. Schriftsteller (1645 - 1696)

  • Die Kinder kennen weder Vergangenheit noch Zukunft, und
    - was uns Erwachsenen kaum passieren kann -
    sie genießen die Gegenwart.
  • Dem, der sich mit Geduld wappnet, liegen keine Vorteile zu fern.
  • Wir stimmen den anderen nur zu,
    wenn wir eine Gemeinsamkeit zwischen ihnen und uns empfinden.
  • Der Tod kommt nur einmal, und doch macht er sich in allen Augenblicken des Lebens fühlbar. Es ist herber, ihn zu fürchten, als ihn zu erleiden.

Buddha (560 - 480 v. Chr)

  • Alles, was wir sind, ist das Resultat dessen, was wir denken.
  • Das Geheimnis des außerodentlichen Menschen ist in den meisten Fällen nichts als Konsequenz.
  • Spannst du eine Saite zu stark, wird sie reissen.
    Spannst du sie zu schwach, kannst du nicht auf ihr spielen.
  • Wir sind, was wir denken. Alles, was wir sind, entsteht aus unseren Gedanken.
    Mit unseren Gedanken formen wir die Welt.
  • Nicht außerhalb, nur in sich selbst soll man den Frieden suchen.
    Wer die innere Stille gefunden hat, der greift nach nichts, und er verwirft auch nichts.

Pearl S. Buck, amerik Schriftstellerin (1892 - 1973)

  • Die gefährlichsten Herzkrankheiten sind immer noch Neid, Haß, Geiz.
  • Mit Güte kann man fast jeden Menschen überraschen.
  • Die Hoffnung aufzugeben bedeutet, nach der Gegenwart auch die Zukunft preiszugeben.
  • Die großen Tugenden machen einen Menschen bewundernswert,
    die kleinen Fehler machen ihn liebenswert.

Gottfried August Bürger, deutscher Dichter (1747 - 1794)

  • Die Geschichte der Menschheit ist voll von Beweisen, dass es nicht schwer ist, eine Wahrheit umzubringen.
    Eine gute Lüge ist unsterblich.

Edmund Burke, engl. Staatsphilosoph und Politiker (1729 - 1797)

  • Tatsachen sind für den Geist, was die Nahrung für den Körper ist.
  • Erziehung ist die billigste Verteidigung der Nationen.
  • Für den Triumph des Bösen reicht es, wenn die Guten nichts tun!

Oswald Bumke, deut. Psychiater und Neurologe (1877 - 1950)

  • Erziehen heißt vorleben. Alles andere ist höchstens Dressur.

George Burns, amerik. Schauspieler (1896 - 1996)

  • Zu dumm, dass alle, die wissen, wie man regiert,
    mit Taxifahren und Haareschneiden beschäftigt sind.

Wilhelm Busch, deut. Zeichner und Dichter (1832 - 1908)

  • Dumme Gedanken hat jeder, nur der Weise verschweigt sie.
  • Wenn andere klüger sind als wir,
    das macht uns seltener Pläsir,
    dch die Gewissheit, dass sie dümmer;
    erfreut fast immer.
  • Einszweidrei im Sauseschritt läuft die Zeit, wir laufen mit.
  • Was man ernst meint, sagt man am besten im Spaß.
  • Ausdauer wird früher oder später belohnt - meistens aber später.
  • Platonische Liebe kommt mir vor wie ein ewiges Zielen und Niemals-Losdrücken.
  • Die Summe unseres Lebens sind die Stunden, in denen wir liebten.
  • Mancher ertrinkt lieber, als dass er um Hilfe ruft.
  • Beim Duett sind stets zu sehn: Zwei Mäuler, welche offen stehn.
  • Der Ruhm wie alle Schwindelware, hält selten über tausend Jahre.
  • Ja, selig ist der fromme Christ, wenn er nur gut bei Kasse ist.
  • Glück entsteht oft durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen,
    Unglück oft durch die Vernachlässigung kleiner Dinge.
  • Enthaltsamkeit ist das Vergnügen an Dingen, welche wir nicht kriegen können.
  • Gute Unterhaltung besteht nicht darin, dass man etwas Gescheites sagt,
    sondern dass man etwas Dummes anhören kann.
  • Doch schmerzlich denkt manch alter Knaster,
    der von vergangenen Zeiten träumt,
    an die Gelegenheit zum Laster,
    die er versäumt.
  • Verlockend ist der äussere Schein. Der Weise dringet tiefer ein.
  • Gewißheit gibt allein die Mathematik. Aber leider streift sie nur den Oberrock der Dinge. Wer je ein gründliches Erstaunen über die Welt empfunden, will mehr. Er philosophiert.

Nicholas Butler, amerik. Publizist (1862 - 1947)

  • Ein Experte ist ein Mann, der immer mehr über immer weniger weiß.

Samuel Butler, engl.

  • Räuber wollen Geld oder Leben.
    Frauen beides.
  • Es ist sicherer, zu wenig als zu viel zu wissen.
  • Der Unterschied zwischen Gott und den Historikern besteht darin,
    dass Gott die Vergangenheit nicht mehr ändern kann.

George Gordon Noel Byron, engl. Dichter (1788 - 1824)

  • Eine Träne zu trocknen ist ehrenvoller als Ströme von Blut zu vergießen.
  • Masern und Liebe sind am gefährlichsten, wenn sie spät im Leben kommen.

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