Elmar Storch - Kleinhirninfarkt

Kleinhirninfarkt

1431ich darf wieder bei 0 anfangen .


 

Kein Rauchen, kein Trinken, viel Sport, aber dennoch hats mich dann erwischt.
Ich brauche für eine Zeile ca 15. min ob pc oder Handy.
Eigentlich wollte ich an dem Tag nur Beachvolleyball im Alma in D-dorf spielen.

Beim Aufwärmen bin ich dann mit Schwindel zusammengeklappt, musste mich übergeben. die eintreffenden Rettungssanitäter wollten mich dann mit Kochsalzlösung und Traubenzucker abspeisen....na darauf konnte ich verzichten.
Einer der Mitspieler war so nett mich anschließend zu Hause abzusetzen.
Gegen Abend dann rief meine Frau , die garade mit dem Jüngsten aus dem Krankenhaus kam, nochmals einen Notarzt, da ich nur noch lallte und über den Flur torkelte. Der dabei befindliche Notartzt diagnostizierte dann eine schwere Gastritis (Magen-Darm) lach.
Dabei blieben die Ärzte auch im KRH Lobberich (ts ts ts).
Auf drängen meiner Frau wurde dann doch ein CT durchgeführt und anschließend bewegte sich was ... in ganz Deutschland wurde rumtelefoniert und Duisburg sagte schließlich zu. Der von Duisburg angebotene Rettungshubschrauber wurde nicht eingesetzt, stattdessen wurde ich einen Tag später per KRKW dort hingebracht.
(Gründe dafür gibt es jetzt keine mehr, nur noch Ausreden)
Hier in der Neurologie gings nur noch um Sekunden und ich hatte wohl Riesenglück gehabt, meinten alle Ärzte "In letzter Sekunden von der Schippe gesprungen" (ich musste direkt intubiert werden).

Mittlerweile kann ich wieder selbstständig essen, eine halbe Stunde sitzen, und 2-3 zusammenhängende Sätze herausbringen.

Der Arztbericht:

Diagnose:
Links cerebellärer Infarkt bei Vertebralisdissektion links in Höhe des Atlasbogens und Foramen transversarium.
Zustand nach Hydrocephalus occulusus.
Zustand nach Pneumothorax rechtsseitig.

Therapie:
Am 22.01.2012 Dekompression der hinteren Schädelgruppe linksseitig mit Entfernung von Infarktgewebe.
Am 23.01.2012 Anlage einer externen Ventrikeldrainage rechts frontal.

Heparanisierung bei Vertebralisdissektion.
Anlage einer Thoraxdrainage rechtsseitig bei Pneumothorax.

Empfehlung:
Durchführung einer neurologischen Rehabilitation.
Heparinisierung bis auf weiteres.
Durchführung eines Kontroll-CCt in 2 Wochen.

Epikrise:
Herr Storch wurde uns aus der Inneren Abteilung des Klinikums Nettetal zugewiesen. Dort war er am Aufnahmetag vorstellig geworden, nachdem er über Kopfschmerzen und ein Schwächegfühl geklagt hatte. Vorausgegangen war eine Episode ebenfalls mit Schwächegfühl beim Trainieren (Volleyball). Bei dem Patienten wurde im dortigen Krankenhaus ein CCT bei Vigilanzminderung durchgeführt. Hier zeigte sich ein links cerebellärer Infarkt mit Verlegung des 4, Ventrikels und beginnendem Ventrikelaufstau. Der Patient wurde daraufhin zu uns verlegt.

Bei Eintreffen sahen wir einen nicht erweckbaren Patienten, keine Reaktion auf Schmerzreiz, keine Schutzreflexe, so dass der Patient direkt nach Eintreffen hier intubiert wurde. Des wurden ein CCT und eine CTA durchgeführt. Hier zeigte sich eine Progredienz des links cerebellären Infarktes sowie in der CTA eine Vertebralisdissektion linksseitig in Höhe des Atlasbogens und Foramen transversarium. Der Patient wurde sofort in den OP verbracht. Hier wurde eine Dekompression der hinteren Schädelgruppe und Entfernung von Infarktgewebe vorgenommen.

Der Patient wurde postoperativ auf unsere Intensivstation verlegt. Er War weiterhin intubiert und beatmet. Am ersten postoperativen Tag wurde ein CCT durchgeführt. Hier zeigte sich weiterhin eine Verlegung des 4. Ventrikelw. Bei Ventrikelaufstau wurde eine externe Ventrikeldrainage rechts frontal angelegt. Der Patient wurde auf Grund der Vertebralisbissektion heparanisiert mit einer Ziel-PTT von 30 bis 40.

In dem postoperativ durchgeführten Röntgenthorax zeigte sich ein Pneumothorax rechtsseitig bei Zustand nach Anlage eines Subclaviakatheters rechtsseitig. Es wurde daraufhin eine Thoraxdrainage rechtsseitig angelegt. Der Patient extubierte sich am 24.01.2012 selbst, er war jedoch weiterhin respiratorisch instabil, so dass er reintubiert werden musste.

Im weiteren Links Verlauf wurde der Patient geweant. Am 27.01.2012 wurde eine ernute CCT-Bildgebung durchgeführt. Hier zeigte sich ein langsames Abschwellen des Infarktareals. Herr Storch konnte am 03.02.2012 komplikationslos extubiert werden. Im weiteren Verlauf konnte die Thoraxdrainage entfernt werden. Der Patient war zunächst sehr stark psychomotorisch verlangsamt. Am 06.01.2012 wurde die externe Ventrikeldrainage suf Druckmessung genommen. Hier scheiterte zunächst der Versuch einer Druckmessung. Der Patient begann zunehmend die Extremitäten zu bewegen und war zunehmend orientierter. Zunächst bestand eine Hemiparese des linken Armes Kraftgrad 2/5. Diese verbesserte sich jedoch im weiteren Verlauf deutlich. Am 09.022012 konnte die externe Ventrikeldrainage entfernt werden.

 

MRT v. 07.03.2012

rechtfertigende Indikation:
Links zerebellärer Infarkt bei Vertebralisdissektion links.
Z.n. Hydrozephalus occlusus.
z.N. Dekompression der hinteren Schädelgruppe li. mit Entfernung infarzierten Gewebes.
Aktueller Status vor Marcumarisierung erbeten bei ausgedehntem Raumdefekt.

Befund:
Mittelständiger Interhemisphärenspalt mit altersgemäß weitem, symetrisch angelegtem Ventrikelsystem. Regelrecht Weite der äußeren Liquorräume. Kein Nachweis einer Liquorzirkulationsstörung, von Hirndruck- oder indirekten Raumforderungszeichen. Weitgehend regelrechte Gyrierung supra- und infratentoriell.
Postoperativer Defekt von durchschnittlich 2,7 cm im Durchmesser mit umgebener Randgliose und allenfalls minimaler hämorrhagischer Imbibierung links zerebellär, den gesamten zerebellären Raum zwischen Tentorium und Occiput einnehmend.
Hochfrontal rechhts subkortikal gelegene Hämorrhagie von durchschnittlich 1,3 cm Durchmesser. Aufgrund der Signalgebung ist das Blutungsalter als eher chronisch anzunehmen.
Links zerebellär infratentoriell Nachweis einer Bluthirnschrankenstörung oberhalb des postoperativen Defekes.
Darüber Hinaus kein Nachweis einer Bluthirnschrankenstörung, auch nicht im Bezirk der hochfrontalen Blutung rechts.
Auch darüber hinaus kein Nachweis einer weiteren Bluthirnschrankenstörung.
Ferner altersgerechte Ausbildungnvon Mark und Rinde bei dann normaler Signalgebung supra- und infratentoriel.
Reguläre Darstellung der Stammganglien, der Capsula interna, des Balkens und des Thalamus.
Pons, Medulla oblongata und rechts zerebellär regelrechte Signalgebung.
Sella pathologischer Befund im Kleinhirnbrückenwinkelberech zu beiten Seiten. Normala Weite des Maetus acusticus internus bds.
Minimale Pneumatisationshemmung der Mastoidzellen bds. Polypoide Schleimhautschwellung ventrobasal im rechten Sinus maxillaris. Darüber hinaus regelrechte Signalgebung der übrigen NNH's.
Beide Orbitae sowie der Retroorbitalraum zu beiden Seiten grob unauffällig.
Z.n. osteoklastischer Trepanation links zerebellär. Darüber kein Nachweis einer pathologischen Signalalteration der Schädelkalotte.
Regelrechter flow void der intrakraniellen Gefäße.
Kleiner, etwa 0,6 cm großer Defekt in der rechten Temporallappenspitze subkortikal.
Die extra- und intrakranielle MR-Angiografie zeigt zwischen Aortenbogen und Tentorium regelrechte Gefäßbefunde.
Kein Nachweiß einer höhergradigen Stenosierung, einer aneurysmatischen Erweiterung oder einer dissektionverdächtigen Gefäßveränderung. Die supratentoeriellen Gefäße sind angiografisch nicht erfasst.

Beurteilung:
Voraufnahmen zum Vergleich liegen nicht vor. (genauer schauen...lag in der Akte :-p)

  1. Z.n. osteoklastischer Trepanation mit linkszerebellärem postoperativem Defekt und umgebener Randgliose ohne signifikante Zeichen einer Hämorrhagie sowie umschrieben infratentorieller BHS.
  2. Kleiner zerebraler Defekt sukkortikal im Bereich der rechten Temporallappenspitze.
  3. Z.n. hochfrontaler rechtszerebellärer Blutung subkortikal, dd. AV-Malformation im weitesten Sinne.
  4. Unauffälliger arterieller Gefäßstatus zwischen Aortenbogen und Tentorium.
  5. Geringe Pneumatisationshemmung der Mastoidzellen zu beiden Seiten.


Eigener Kommentar:

Mir wurde nahegelegt diesen Bericht aus Gründen der eigenen Geschäftsschädigung zu entfernen.
Nun, da ich mich nicht zu den oberflächlichen Schubladendenkern zähle und diesen Kunden auch nicht nachlaufe, habe ich mich entschlossen den Text wieder einzublenden.
Er soll den Menschen Mut machen, die Ähnliches erlebt haben und zeigen dass es auch wieder bergauf gehen kann.
Ich habe solche Menschen früher immer bewundert die nicht aufgegeben haben und wie ich nun dafür gekämpft haben meine (ihre) Kinder wieder zu sehen und in den Armen zu halten.
Die Ärzte gaben mir gerade mal 5% und in den 2 Wochen Koma habe ich für meine Kinder gekämpft, und danach auch.

Ein markaber Witz vielleicht: Als ich aufwachte beugte sich kein Engel über mich und lächelte mich an, sondern der Krankenhauspfarrer (so ist Leben) :-)

Ein Cholesterin bedingter Vorfall war es nicht, eher Streß bedingt (siehe Kommentar <!--)
(siehe Blutbild 2 Monate zuvor)

Persönliche Daten?
Ich hatte viel Zeit zum Nachdenken, im Koma und danach in der Reha.
Es ist kein Vergehen meine Daten zu veröffentlichen, noch werde ich in der Geschichte erwähnt, also ist es vollkommen egal, doch vielleicht kann es einem anderen irgendwie bei Ähnlichem helfen UND das ist MIR wichtiger als das eigene Verstecken im Netz um andere auszuspionieren (Armutszeugnis).
So ist unsere Gesellschaft: Auf Gaffer schimpfen und selber abbremsen um zu gucken, lach. Man will ja helfen, klar, deshalb gehen wir bei Randalierern auch schneller :-p


Eigene Reha

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